Um die Umweltauswirkungen eines Materials oder Produkts zu beurteilen, müssen alle Abschnitte seines Lebens – vom Anfang bis zum Ende – berücksichtigt werden. Accoya®Holz bietet in allen Phasen seines Lebenszyklus Umweltvorteile.
Accoya®Holz kann als Ersatz für Holz, das mit giftigen Konservierungsstoffen (z. B. CCA und ACQ) behandelt wurde, für Tropenholz, das nicht nachhaltig angebaut wurde, und für andere Materialien, die auf nicht erneuerbaren, Energie-intensiven Ressourcen basieren, verwendet werden. Dazu gehören auch Metalle (wie Stahl und Aluminium) und Kunststoffe (z. B. PVC). Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und Plantagen ist eine umweltbewusste Wahl, die theoretisch unerschöpflich ist. Jedoch ist der Vorrat zertifizierten, langsam wachsenden tropischen Hartholzes, das sich für den Einsatz im Freien eignet, begrenzt. Folglich kommt es zu illegaler Abholzung, die wiederum zur Entwaldung der tropischen Regenwälder führt.
Die verantwortungsbewusste Beschaffung von Holz spielt eine wichtige Rolle bei der Positionierung von Accoya®Holz als umweltfreundliches Produkt. Sämtliche Accoya®Holz Holzprodukte stammen aus nachhaltiger Forstwirtschaft und werden mit FSC-, PEFC- und anderen regionalen Zertifizierungen geliefert. Titan Wood, der Hersteller von Accoya® Holz, lässt seine Verfahren und Praktiken jährlich von der unabhängigen Zertifizierungsstelle Control Union (www.controlunion.com) bewerten, um sicherzustellen, dass sie den Anforderungen des FSC- und PEFC-Produktkettennachweises entsprechen. Richtlinien und Verfahren bezüglich der FSC- und PEFC-Vorschriften werden als integraler Bestandteil des Qualitätsmanagementsystems von Titan Wood dokumentiert.
Für die Herstellung von Accoya®Holz werden vorwiegend schnell wachsende Sorten wie die Radiata-Kiefer verwendet. Die Verwendung von Holzsorten, die über dieselbe Zeitspanne und für dieselbe Landfläche größere Holzvolumina erbringen, bietet offensichtlich mehr Umweltvorteile. Kurz gesagt: Die Vorteile von langsam wachsendem tropischen Hartholz (Dauerhaftigkeit) und schnell wachsendem, nicht so dauerhaftem Weichholz (hervorragende Verfügbarkeit und zertifiziert nachhaltige Quellen) werden in Accoya®Holz vereint. Was die Jahresausbeute angeht, übertrifft die Radiata-Kiefer den Riesenbambus, der dafür bekannt ist, unglaublich schnell zu wachsen. Das bedeutet, dass es einen großen Vorrat an Holz aus zertifizierten Quellen für die Herstellung von Accoya®Holz gibt, womit das kaum verfügbare zertifizierte tropische Hartholz ersetzt werden kann.
Accoya®Holz Holz wird von Titan Wood in Arnhem in den Niederlanden hergestellt. Das Werk wird regelmäßig überprüft und zertifiziert und unterliegt einer Qualitätssicherung, die von Mitarbeitern von Titan Wood und anerkannten Zertifizierungsstellen durchgeführt wird. Titan Wood hat Betriebsanweisungen zur Minimierung von Produktionssicherheits- und Umweltrisiken etabliert. Das Werk entspricht allen Anforderungen des strengen niederländischen Gesetzes zum Umweltmanagement („Wet Milieubeheer“) und verfügt über eine offizielle Umweltzulassung. Das einzige Nebenprodukt des Herstellungsprozesses ist Essigsäure, die zur Wiederverwendung in verschiedenen Branchen verkauft wird.
Aufgrund seiner verbesserten Eigenschaften bietet Accoya®Holz während seiner Nutzungsphase viele Umweltvorteile. Diese spiegeln sich in den Ergebnissen unabhängiger Umweltforschungen, die von Titan Wood in Auftrag gegeben wurden (Überprüfung und Anerkennung durch Dritte), wider.
Die Dauerhaftigkeit von Accoya®Holz ist erstklassig. Sie wird für 50 Jahre ohne Erdkontakt und für 25 Jahre bei Erdkontakt garantiert. Verglichen mit den meisten anderen Materialien ermöglicht dies eine längere Lebensdauer und einen geringeren Materialverbrauch über denselben Zeitraum. Dies bedeutet, dass Accoya®Holz auch bestimmte Vorteile bei der Kohlenstoffbindung aufweist.
Die überragende Maßhaltigkeit von Accoya®Holz Holz bedeutet, dass es nicht so häufig beschichtet werden muss. Bleibt das Holz unbeschichtet, weisen dauerhafte Sorten eher eine ästhetische als eine physische Zersetzung auf, indem die Oberfläche vergraut. Obwohl es in manchen Fällen zulässig ist, das Holz unbeschichtet zu lassen, ist die Beschichtung unabhängig von der Dauerhaftigkeit des Holzes immer noch ein wichtiges Erfordernis für viele Anwendungen, wie z. B. Fenster und Türen.
Verglichen mit anderen dauerhaften Holzsorten bietet Accoya®Holz eine außergewöhnliche Wärmedämmung, woraus sich z. B. bei Fensterrahmen Energie-Einsparmöglichkeiten ergeben. Endnutzungsphase
Accoya®Holz ist ungiftig und kann in der Endnutzungsphase wie unbehandeltes Holz gehandhabt werden (wie im KOMO-Produktzertifikat des Unternehmens angegeben und durch das niederländische Holzforschungsinstitut SHR weiter belegt).
Wir empfehlen den Nutzern von Accoya®Holz, zur „Abfallentsorgung in bevorzugter Reihenfolge“ (niederländisch „Ladder van Lansink“) überzugehen, die von der niederländischen Regierung im nationalen Abfallmanagementplan herausgegeben wurde.
Dieses Modell folgt in weiten Teilen den Richtlinien der bekannten Cradle to CradleSM-Philosophie (C2C), die von William McDonough und Michael Braungart entwickelt wurde, um die biologischen und technologischen Kreisläufe weitestgehend zu schließen und Materialien mit demselben oder sogar höheren Mehrwert wiederzuverwenden (Up-Cycling). Das Modell besteht aus den folgenden möglichen Abfallentsorgungsszenarien, bei denen Vorbeugung die bevorzugte Option ist und Entsorgung die am wenigsten wünschenswerte:
Wir empfehlen ein Produkt-/Projektdesign und eine Planung, in denen alle Accoya®Holz Komponenten über die gesamte lange Lebensdauer des Holzes verwendet werden können. Dies steht im Gegensatz zu den häufigen Wartungs- und Austauschintervallen, die für die meisten Holzsorten typisch sind. Vor allem empfehlen wir eine Konstruktion, die eine einfache Demontage und Wiederverwendung berücksichtigt.
Wenn dies nicht möglich ist, sollte Accoya®Holz zur Energiegewinnung durch Verbrennung verwendet werden. Das bekannte deutsche Wilhelm-Klauditz-Institut (WKI) für Holzforschung hat bestätigt, dass Accoya®Holz zur Energiegewinnung wie unbehandeltes Holz verbrannt werden kann und dass bei der Verbrennung keine weiteren giftigen Substanzen freigesetzt werden (anders als bei chemisch mit Metallsalzen imprägniertem Holz).
Im am wenigsten wünschenswerten Fall der Kompostierung kann Accoya®Holz wie unbehandeltes Holz gehandhabt werden, wobei zu berücksichtigen ist, dass der Prozess aufgrund der langen Haltbarkeit von Accoya®Holz länger als bei unbehandeltem Holz dauern kann.
Mit unserem Emissionsrechner können Sie sich ganz einfach von Accoya®Holz überzeugen lassen, denn der CO2-Footprint sucht seinesgleichen.
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